Keine Medien und nur wenig Bildung: Der Fortschrittsbericht 2012 der Bundesregierung zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

16. Mai 2012
Bildquelle: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

Bildquelle: Stephanie Hofschläger / pixelio.de

Ein Gastbeitrag von Friedrich Hagedorn

Die Bundesregierung hat gerade ihren jüngsten Fortschrittsbericht für eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Darin werden neben Zielen und Organisationsformen der Strategie vor allem der Stand der Nachhaltigkeitsentwicklung in Deutschland entlang eines differenzierten Indikatorenindexes beleuchtet.

Auffällig ist, dass Bildung in diesem Zusammenhang offenbar nur eine untergeordnete Rolle spielt und Medien im Grunde genommen gar nicht auftauchen – weder in ihrer Bedeutung als Vermittler für eine Kommunikation und damit auch Akzeptanz von Nachhaltigkeit noch in ihrer eigenen unmittelbaren Nachhaltigkeitsrelevanz. Allenfalls ein vorgeschalteter „gesellschaftlicher Dialog“, organisiert in Form einer Online-Konsultation (mit eher mäßiger Beteiligung), hat hier eine mediale Komponente implizit ins Spiel gebracht.

Umso wichtiger bleibt es daher, an anderer Stelle – und eben nicht zuletzt an dieser – den Stellenwert von Bildung und Medien für eine nachhaltige Entwicklung in den Fokus zu rücken und weiterhin ganz praktisch voranzutreiben. Dies gerade auch deshalb, um angesichts aktueller Problemlagen (Stichwort Euro-Krise) das Thema Nachhaltigkeit weiterhin auf der Agenda zu halten und nicht zu einer „Danach-Haltigkeit“ zu degradieren.

Fortschrittsbericht 2012 zur Nachhaltigkeitsstrategie: www.bundesregierung.de

Neue Praxisworkshops: Medienkampagnen für Nachhaltigkeitsaktivisten

15. Mai 2012
Ach so geht das! In 2011 wurde es bereits konkret - in 2012 geht es weiter!

Ach so geht das! In 2011 wurde es bereits konkret - in 2012 geht es weiter!

Was bei Online Kampagnen schiefgehen kann, hat Christina Quast in ihrem Gastbeitrag von der re:publica – genauer: von der re:campaign – untersucht. Wie man es richtig macht (und eine ganz Menge mehr) kann erfahren, wer zu unserem nächsten Praxisworkshop kommt, der diesmal in Kooperation mit der Deutschen UNESCO Kommission stattfindet. Das Gute daran: Er ist kostenlos und man muss gar nicht nach Berlin reisen. Lesen Sie mehr …

“Revolutionen brauchen Sprachrohre!” Nominierungen für Grimme-Online-Award vorgestellt

08. Mai 2012
Bei der Bekanngabe der Nominierten

Bei der Bekanngabe der Nominierten

“Wir müssen erreichen, dass sich Menschen selber betroffen fühlen”, sonst werde es nichts mit dem Lebensstilwandel, so Nick Reimer, Redaktionsleiter von klimaretter.info. Diese Webseite ist eine Nominierung von 25 – aus rund 1.900 Vorschlägen für den diesjährigen Grimme-Online-Award -, die heute in der Landesanstalt für Medien (LfM) in Düsseldorf vorgestellt wurden. Lesen Sie mehr …

Online Kampagnen – was kann schiefgehen?

07. Mai 2012

Ein Gastbeitrag von Christina Quast

Die re:publica als Konferenz zur digitalen Gesellschaft hat in Berlin schon einen Ausblick auf die re:campaign gegeben, die am 11. und 12. Mai folgt. „Online-Kampagnen für NGOs – eine Fehlersuche“ haben die re.campaign-Organisatoren  ihre Session genannt.

Was kann schiefgehen? – Ein Überblick: Lesen Sie mehr …

Update: Medien nachhaltig nutzen

25. April 2012

In der Sendung Corso, dem Kulturmagazin des Deutschlandradios, wurde am 24.04. Friedrich Hagedorn zu Fragen einer nachhaltigen Mediennutzung interviewt. Anlass ist der von ihm mit Lars Gräßer gerade herausgegeben Band

powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5

„Medien nachhaltig nutzen. Beiträge zur Medienökologie und Medienbildung“, erschienen „In der Reihe „Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes Nordrhein-Westfalen“ Band (kopaed Verlag). Das Interview lässt sich hier nachhören.

Neuerscheinung: Medien nachhaltig nutzen

24. April 2012

In der Reihe „Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes Nordrhein-Westfalen“ ist der Band „Medien nachhaltig nutzen. Beiträge zur Medienökologie und Medienbildung“ erschienen (kopaed Verlag).

Warum dieses Buch? „Internet und digitale Medientechnologien helfen nicht nur bei der Lösung ökologischer und sozialer Probleme – sie schaffen auch neue“, erläutern die Herausgeber Lars Gräßer und Friedrich Hagedorn den Anstoß für die Publikation. Im Mittelpunkt stehe nicht die Frage, inwieweit die Online-Medien für die Nachhaltigkeitskommunikation eingesetzt werden können, so Grimme-Direktor Uwe Kammann, „sondern es geht vor allem darum, inwieweit ‚die Medien’ selber nachhaltig genutzt werden können.“

Denn neben einer Förderung der rezeptiven und produktiven Informationskompetenz, Formen der ästhetischen Medienbildung und der kreativen Auseinandersetzung mit den uns umgebenden medialen Umwelten, der Sensibilisierung für Fragen des Datenschutzes und der informationellen Selbstbestimmung umfasst eine inhaltliche Ausgestaltung von Medienkompetenz ebenso Aspekte einer energie- und ressourcensparenden, gesunden und eben insgesamt nachhaltigen Mediennutzung. Lesen Sie mehr …

Über den Tellerrand gen Horizont – Bericht vom internationalen UNESCO-Workshop “Horizont 2015″

18. April 2012

 „Horizont 2015“: Internationale Gespräche zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung und zum Fortgang nach der Dekade

Die TeilnehmerInnen des Workshops "Horizont 2015", (c) DUK/Danetzki

Die Deutsche UNECO Kommission lud unter dem Titel „Horizont 2015“ eine hochrangige internationale Delegation ein, um über die Folgeaktivitäten nach der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014), kurz BNE, zu sprechen und den Status Quo der internationalen Voraussetzung für eine mögliche Fortsetzung zu sondieren. Lesen Sie mehr …

Nachhaltigkeit im Fernsehen

28. März 2012

Ein Hinweis von Friedrich Hagedorn

Zum Thema nachhaltige Verantwortung und Lebensstil gab es am 28.03. 2012 im WDR eine Sendung, die auch im Nachhinein lohnenswerte Einsichten bietet. Alexander Neubacher, Autor des Buchs „Ökofimmel“, präsentierte im Magazin West Art seine Thesen, dass Müll trennen, Wasser sparen und Bio Produkte kaufen durchaus auch kontraproduktive Nachhaltigkeits-Effekte mit sich bringen können. http://www.wdr.de/tv/westart/dienstag/sendungsbeitraege/2012/0327/neubacher.jsp#pbil


				

NRW denkt nach(haltig) probt den Aufstand

27. März 2012

Die Preisträgerinnen: Sigrun Köhler und Wiltrud Baier, (c) Dirk Bauer, Grimme-Institut.

Am vergangenen Freitag war das Team von NRW denkt nach(haltig) auf ungewohnt glamouröse Weise unterwegs: Anlässlich der 48. Grimme-Preis-Verleihung in Marl betreute ein Teil unseres Teams die Preisträgerinnen Sigrund Köhler und Wildtrud Baier, die sich unter dem Namen „Böller und Brot“ als Filmemacherinnen in den Bereichen Dokumentar- und Kurzfilm verdient gemacht haben. Die lange Liste ihrer Auszeichnungen können die beiden nun um den Grimme-Preis ergänzen, den sie für ihrem Film „Alarm am Hauptbahnhof – Auf den Straßen von Stuttgart 21“ erhielten. Lesen Sie mehr …

Politik nachhaltiger gestalten durch mehr eDemokratie?

08. März 2012
(c) Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

(c) Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Die mit dem Internet und der Digitalisierung verknüpften Veränderungen erscheinen für viele  so fundamental, dass sie die Zeitrechnung neuerdings in eine Zeit davor und eine danach unterteilen und vom analogen oder vom digitalen Zeitalter sprechen. Dabei wird das WWW in diesem Jahr erst 21 – und scheint die Welt doch bereits grundlegend verändert zu haben -, während die Digitalisierung als „Auslöser einer Revolution“ angesehen wird (und umgekehrt).  Aber was bedeuten Internet und Digitalisierung für die, für unsere Demokratie? Lässt sich mit ihnen Politik nachhaltiger gestalten? Lesen Sie mehr …