Bildungskongress 2008

Düsseldorf

Das Projektteam NRW denkt nach(haltig) besuchte am 20. August den Bildungs - Kongress 2008 mit dem Titel "Change Management - den Wandel aktiv und sinnvoll gestalten". Im Folgenden finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung, sowie zwei interessante Interviews zum Thema Nachhaltigkeit mit Vertretern der ausrichtenden Institutionen, Herrn Sochart (Stiftung PRO AUSBILDUNG) und Herrn Dr. Pfister (METRO GROUP).

Dokumentation
„Change Management - den Wandel aktiv und sinnvoll gestalten."

Bildungskongress 2008Am 20. August 2008 lud die Stiftung PRO AUSBILDUNG gemeinsam mit der METRO GROUP bereits zum zweiten Mal zum Bildungskongress nach Düsseldorf. Nachdem im vorigen Jahr mit „Kompetenzen entdecken" ein klassisches Bildungsthema behandelt wurde, widmete sich der Bildungskongress diesmal einem eher wirtschaftsorientiertem Ansatz mit dem Thema „Change Management - den Wandel aktiv gestalten". Auch diesmal folgten wieder viele Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Wirtschaftsvertreter der Einladung. Mit über 480 Anwesenden wurde die Besucherzahl vom Vorjahr noch übertroffen.

Ministerin Barbara SommerHerr Sochart von der Stiftung PRO AUSBILDUNG führte durch das prominent besetzte Programm. Nach einer Begrüßung durch Herrn Dr. Pfister (METRO GROUP) und Herrn Dr. Forst (Stiftung PRO AUSBILDUNG), sprach die Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen, Barbara Sommer. Frau Sommer wies in ihrer Rede auf die Bedeutung des Lehrberufes hin und stellte die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit von Schule und Unternehmen heraus.

Peter SessinghausMit Herrn Sessinghaus, Motivationstrainer und Change Management Experte, folgte dann einer der Höhepunkte der Veranstaltung. In einem zweistündigen, unterhaltsamen Vortrag beleuchtete er aus verschiedenen Blickwinkeln das Phänomen des Wandels. Am Anfang stand die Frage: Wandel warum? Warum muss sich etwas ändern, warum kann nicht alles bleiben, wie es ist? Hierauf gibt es, wie zu erwarten, eine Vielzahl von Antworten. Zum Einen fordern die großen Megatrends, wie beispielsweise der demografische Wandel oder die Verknappung der Ressourcen, eine ständige Anpassung, zum Anderen führen aber auch eher persönliche Gründe, wie Unzufriedenheit mit der momentanen Situation oder Innovationswille dazu, einen Wandel anzustoßen. Zusammenfassen lässt sich die Notwendigkeit einer Veränderung mit einem Zitat von Herrn Dr. Pfister: „Wer bewahren will, muss verändern."

Im zweiten Teil des Vortrages machte Herr Sessinghaus deutlich, dass ein Veränderungsprozess immer individuell gestaltet werden muss. Es gibt kein Patentrezept, das sich auf sämtliche Situationen anwenden lässt. Die Möglichkeiten der Veränderung sind immer von situativen, personellen und theoretischen Aspekten bestimmt. Nach einer kleinen Pause, in der sich das Publikum mit Kaffee und Kuchen stärken konnte, sprach Herr Sessinghaus dann über Möglichkeiten, aber auch Schwierigkeiten der Umsetzung. Eine wichtige Bedeutung misst er besonders den Emotionen zu, die sich vor und während eines Veränderungsprozesses bei den Beteiligten einstellen. Hieraus entwickelte er einen Maßnahmenkatalog, wie aufkommende Schwierigkeiten bewältigt werden können, aber auch Strategien, die Schwierigkeiten erst gar nicht entstehen lassen. Während des gesamten Vortrages begeisterte Herr Sessinghaus nicht nur durch seinen angenehmen Vortragsstil; die Anwesenden wurden auch immer wieder mit kleinen Aufgaben einbezogen, die das eben Gehörte verdeutlichten.

Heinrich PachlSo eingestimmt, erfreute der bekannte Kabarettist Heinrich Pachl anschließend das Publikum mit einer humoristischen Zusammenfassung des Nachmittags. Pointiert resümierte er die Ergebnisse, zog kreative Verbindungen und sorgte mit einigen Spitzen für eine ausgelassene Stimmung bei den Anwesenden. Während des anschließenden Imbisses hatten die Teilnehmer des Kongresses Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen.

Interviews

Fragen:

  1. Die Stiftung PRO AUSBILDUNG hat gemeinsam mit der METRO AG zum diesjährigen Bildungskongress eingeladen. Was hat Sie bewogen, den Schwerpunkt auf das Thema Change Management zu legen?
  2. Im Projekt NRW denkt nach(haltig) geht es um die Förderung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit. Wie würden Sie im Bereich der Bildung den Begriff der Nachhaltigkeit definieren?
  3. Wie fördert die Stiftung PRO AUSBILDUNG/METRO GROUP abseits des Bildungskongresses Nachhaltigkeit in der (Aus)Bildung?


Herr Sochart, Stiftung PRO AUSBILDUNG Herr Sochart, Stiftung PRO AUSBILDUNG,

Interview vom 20.08.2008, mp3 (2:54 min / 2,66MB)

 

 


Dr. Pfister METRO AGHerr Dr. Pfister, METRO GROUP,

Interview vom 20.08.2008, mp3 (4:02 min / 3,72MB)