Ein Bienengarten für die Zukunft

Ein Projekt für Schülerinnen und Schüler die Artenvielfalt der Heimat zu entdecken

Die Zusammenarbeit zwischen der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch begann 1992 als das Naturgut der Gesamtschule bei der Bereitstellung öffentlicher Mittel behilflich war, um im Innenhof der Schule ein wunderschöner Bienengarten zu erstellen. Umgekehrt unterstützte die Gesamtschule 1998 das NaturGut beim Bau eines Hautflüglerhauses, das den Besuchern die Artenvielfalt der Hautflügler vor Augen führt. 2004 wurde  die Anlage einer Wiese und eines Trachtpflanzenkalenders – in Angriff genommen und 2008 erfolgreich fertig gestellt. Das Projekt mit dem Titel „Ein Bienengarten für die Zukunft“ erhielt im Wettbewerb „Sei ein Futurist“ einen Preis.

Schüler als Gärtner und Künstler

Die Schüler waren von Beginn an hoch motiviert bei der Sache. Sie gestalteten ein quadratmetergroßes Bienenmosaik aus Fliesenbruchstücken und einen Trachtpflanzenkalender in Blütenform aus Pflastersteinen. Schließlich wurde ein großes Plakat für das Hautflüglerhaus angefertigt, das zusammenfassend alle Projektergebnisse aufzeigt.

 

Lerngruppe Klimawandel und Bienen

Die Lerngruppe, die sich mit dem Klimawandel beschäftigte, erarbeitete zunächst, dass die Honigbienen durch ihre Bestäubungsleistung für den Erhalt der Lebensräume und infolgedessen auch für unser Klima unentbehrlich sind. Ihr Schutz stellt somit eine wesentliche Grundlage für das zukünftige Leben auf unserem Planeten dar. Außerdem zeigen die Bienen, wie ein sorgsamer Umgang mit den zur Verfügung stehenden Energien (Nektar und Honigtau) eine Überwinterung ermöglicht und vor Hunger- und Kältetod schützt.

Einig waren sich alle, dass sich der Mangel an Energie bei uns – anders als bei Tieren – zunächst „nur“ finanziell bemerkbar macht. Bevor er das Überleben zukünftiger Menschengenerationen spürbar gefährdet, dürften die negativen Folgen des veränderten Klimas ihre Wirkung zeigen. Die Schülerinnen kamen zu der Einsicht, dass grundsätzlich nur nachhaltiges Handeln im ökologischen Sinne die Probleme lösen kann, und dazu hatten sie nun selbst einen kleinen Beitrag geleistet, der über den schulischen Rahmen hinaus einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden konnte.

 

Markierung von Trachtbäumen

Zudem wurden auf dem NaturGut und auf dem Schulgelände alle wichtigen Trachtbäume der Bienen mit gelben Holzsechsecken markiert. Auf diese Weise wird nicht nur den vielen Besuchern des Naturguts, sondern ebenso unser Schülerschaft vor Augen geführt, dass sowohl Honig- wie auch Wildbienen auf die Existenz vieler Baumarten angewiesen sind. In der Öffentlichkeit muss die Bestäubungssymbiose mit ihren ökologischen und ökonomischen Auswirkungen stärker als bisher bewusst gemacht werden, damit die Zukunft unseres Planeten nachhaltig gesichert werden kann.   

 

Was ist das Besondere an dem Projekt?

  • Erarbeitung eines zu wenig beachteten wichtigen Aspekts von Nachhaltigkeit  
  • langfristige Kooperation zwischen der Gesamtschule Schlebusch, dem Umweltbildungszentrum NaturGut Ophoven  und dem Naturschutzbund Leverkusen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • erfolgreiche Motivation von Jugendlichen
  • Schüler der Gesamtschule Schlebusch bauen einen Trachtpflanzenkalender
  • und vieles mehr

 

Kontakt

Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
Talstraße 4
51379 Leverkusen
Telefon: 02171- 73 499-0
Fax: 02171 - 30 94 4
Reinhold Glüsenkamp
reinhold.gluesenkamp[at]gls-lev.de

Bildquelle: Förderverein NaturGut Ophoven