Nachhaltigkeit - geht alle an!

Praxistipps für Jeden vom NaturGut Ophoven

Das NaturGut Ophoven hat Tipps zum Thema Klimaschutz erarbeitet, mit denen Jeder sein eigenes Verhalten prüfen und klimafreundlicher gestalten kann. So kann jeder mitmachen und mithelfen die Klimaerwärmung zu verlangsamen.

1) Wie sieht Ihre Klimabilanz aus?

Wenn Sie wissen wollen, wie viel CO2 Sie jedes Jahr produzieren und wie viel Sie durch kleine Verhaltensänderungen einsparen können, dann nutzen Sie den CO2-Rechner des WWF. In wenigen Klicks erfahren Sie, wo sie mehr Energie verbrauchen als sie sollten und wie Sie Ihre Ökobilanz verbessern können.

Olympiateilnehmer Heinrich Popow errechnet mit Hilfe des Kohlenstoffdioxid-Rechners seine Ökobilanz.Wie Sie allein durch das "Herunterdrehen" der Haushaltsgeräte die Kohlenstoffemissionen senken können, rechnet Ihnen der Kohlenstoffrechner vor. Wie werden erstaunt sein. Probieren Sie es mit dem Kohlenstoffrechner der Europäischen Kommission aus!

Wie viel Ressourcen sie durch die Verwendung von Recyclingpapier sparen, berechnet ihnen der Nachhaltigkeitsrechner des Papiernetzes.

(Bild: Olympiateilnehmer Heinrich Popow errechnet mit Hilfe des Kohlenstoffdioxid-Rechners seine Ökobilanz.) 

 

 

Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius fährt mit dem Fahrrad zum Brötchen holen.

Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius fährt mit dem Fahrrad zum Brötchen holen.    

Die ehemalige Weltmeisterin Heide Ecker-Rosendahl zeigt Schülern wie man klimafreundlicheres Eis zubereitet.  

Die ehemalige Weltmeisterin Heide Ecker-Rosendahl zeigt Schülern wie man klimafreundlicheres Eis zubereitet.  

     

2) Wie können Sie Energie sparen?

Elf einfache Verhaltensregeln helfen im Alltag Strom, Wasser oder Heizenergie zu sparen. Hier unserer Spartipps op kölsch und in Hochdeutsch:

  1. Dun der Deckel op der Pött, söns es de Energie baal fott!
    Die Benutzung eines Deckels beim Kochen kann bis zu 30% Energie sparen.
  2. Bes kei Ei, schald us „Stand by“!
    Bei Geräten wie Fernseher , DVD-Player etc. immer die Stand by-Funktion ausschalten. Praktisch ist die Steckerleiste mit AN/AUS Knopf.
  3. Hät de Rechnung dich geschaff, tau doch ens der Iesschrank av!
    Kühlgeräte 2-mal im Jahr abtauen und Gummidichtungen sauber halten. 
  4. Maach de Heizung frei und spar dobei!
    Heizungen nicht mit Möbeln zustellen oder mit Vorhängen bedecken, sonst kann bis zu 20% der Wärme verloren gehen. 
  5. Wells do dinge Strompries senke, loss der Ökolampe schenke!
    Energiesparlampen sparen bis zu 80% Strom, ihre Lebensdauer ist bis zu 9-mal länger als die von Glühbirnen. Mit vier Klicks können Sie mit Hilfe der neuen Online-Datenbank der EnergieAgentur.NRW eine für Ihren Zweck richtige Leuchte finden. 
  6. Läuf et Wasser wie verröck, hätts de leever „Stopp“ gedröck.
    Ein Sparspüler kann bei jedem Toilettengang bis zu 6 Liter Wasser sparen.  
  7. Sparsam es et, gläuv nor dran: Schmieß die Spölmaschin doch aan.
    Im Vergleich zum Handspülen benötigen moderne Geschirrspüler bis zu 50% weniger Energie. Die Firma Elektrolux hat dazu eine aufschlussreiche Studie veröffentlicht.
  8. Bräng de Huushald dir en Schoss, kauf ’nen Iesschrank A Plus Plus!
    Beim Neukauf von Elektrogeräten immer die beste Energieeffizienzklasse wählen (bei Kühlgeräten heute schon Energieeffizienzklasse A++). Dass sich das auch preislich rentiert, zeigt dieser Artikel der Stiftung Warentest. Welche Haushalts- und Bürogeräte besonders effektiv und preisgünstig sind, ist auf der Homepage der Deutschen Energieagentur zu finden.
  9. Geihs do durch et Trappehuus und e Lamp geiht nit mih us, raub der Strom der dann de Gelder, bau en ene Bewegungsmelder!
    Im Außenbereich und im Treppenhaus ist es oft sinnvoller Bewegungsmelder zu installieren statt das Licht dauerhaft brennen zu lassen. 
  10. Mer woss et ald em aale Rom, besser es der Ökostrom.
    Wechseln Sie doch einfach Ihren Stromanbieter. Durch den Verzicht auf Kohlestrom wird der CO2 –Ausstoß gesenkt. Über unabhängige Stromanbieter informiert das Bündnis "Atomausstieg selber machen" .
  11. Hee dä Kanon soll der nötze, et Klima op der Welt zo schötze.
    Der Kölsche Klima Kanon richtet sich natürlich auch an alle Menschen außerhalb Kölns. 

Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker stellte im Mai 2008 den Kölschen Klimakanon auf dem NaturGut Ophoven vor.
 
  Der Kölner Kabarettist Jürgen Becker stellte im Mai 2008 den Kölschen Klimakanon auf dem NaturGut Ophoven vor.


Der Kanon ist auch als Postkarte auf dem NaturGut Ophoven erhältlich unter: 02171-734990.)

3) Wie können Sie zukunftsweisend Einkaufen?

Wir leben in einem kulinarischen Schlaraffenland. Jederzeit können wir essen, was wir wollen – selbst Erdbeeren im Winter. Die Produkte aus Argentinien oder Neuseeland verschlingen bei ihrer Reise um die halbe Welt eine Menge Energie und tragen zum CO2 Ausstoß bei. Für einen nachhaltigen Konsum, der ökologisch sinnvoll ist und mit möglichst wenig Umweltbelastung einhergeht, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

Kaufen Sie regional ein! 
Kurze Transportwege verringern den Ressourcenverbrauch und den klimaschädlichen CO2 Ausstoß. Außerdem wird die regionale Wirtschaft gestärkt 


Vertrauen Sie auf Ihren Geschmack!
Wässrige Tomaten und lascher Tiefkühlspargel im Winter? Lassen Sie sich lieber das schmecken, was gerade Saison hat. Bereichern Sie Ihren Speiseplan um heimische Spezialitäten.

Optimieren Sie ihre Logistik!
Egal, ob man im Hofladen oder im Supermarkt kauft: Pro Pkw-Fahrt sollte man möglichst viele Einkäufe zusammenfassen und eventuell Einkaufsgemeinschaften bilden. Wer mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt fährt, um dort Ökoprodukte aus der Region zu kaufen, der sorgt für die günstigste Ökobilanz.

Legen Sie Vorräte an!
Wer Platz schafft für Vorräte spart Zeit, Wege und Energie. Ein Einkaufsplan für die ganze Woche hilft dabei und lastet den Kühlschrank optimal aus.

Verzichten Sie auf Tiefkühlgemüse! 
Die Tiefkühltruhe verschlingt viel Energie. Wenn sie nicht komplett gefüllt ist, fällt die Klimabilanz der tiefgekühlten Produkte schlecht aus.

Greifen Sie zu Ökoprodukten!
Am besten kauft man Lebensmittel aus einem nahe gelegenen Geschäft, auf Märkten oder Hofläden ein. Auch immer mehr Supermärkte bieten Bioprodukte an. Das hat gleich zwei Vorteile: Umweltgünstige Produktion, die der Ökoanbau garantiert und knappe Wege!

 

Adressen zum ökologischen Einkaufen in Leverkusen 

Im "Einkaufsführer für biologische und regionale Produkte in Leverkusen und Umgebung", herausgegeben vom NABU und dem BUND, finden Sie aktuelle Adressen für den richtigen Einkauf. 
Sie können den Einkaufsführer beim NABU-Leverkusen, Friedensstraße3, 51373 Leverkusen bestellen oder als PDF herunterladen.

 

4) Wie sind Sie umweltfreundlich unterwegs?

  Zum Bäcker drei Blocks weiter mit dem Auto – das macht doch keiner? Von wegen: Acht Milliarden Mal pro Jahr drücken die Deutschen für eine Kurzstrecke unter einem Kilometer aufs Gaspedal. Doch gerade auf den ersten Kilometern schlucken die Wagen bei kaltem Motor unverhältnismäßig viel Sprit. Die Folge: immens teure Sonntagsbrötchen und ein happiger Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2).

Die Verbraucherzentrale NRW hat im Juni 2009 nachgerechnet, wie viel Geld und CO2 sich auf Kurzstrecken sparen lässt:

  • Ohne Stau, Parkplatzsuche und Umwege haben Fußgänger im Umkreis von 500 Metern die Nase vorn. Bis fünf Kilometer Distanz lohnt es sich, aufs Rad zu steigen. Erst dann sind Autofahrer im Schnitt schneller unterwegs.
  • Doch nicht nur der Zeitfaktor spielt eine Rolle. Ein kalter Motor benötigt auf den ersten Kilometern bis zu 35 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Das ist sogar mehr, als tonnenschwere Geländewagen durchschnittlich fressen. Erst ab dem vierten Kilometer pendelt sich der Verbrauch allmählich wieder auf das Durchschnittsniveau ein.
  • Mit dem erhöhten Benzinverbrauch steigt auch der Ausstoß an CO2. Bis zu ein Kilogramm pro Kilometer produzieren Autofahrer auf der Kurzstrecke. Fußgänger oder Fahrradfahrer sind dagegen 100 Prozent klimafreundlich unterwegs und verursachen kein Gramm CO2. 
  • Zum extrem hohen Spritverbrauch bei kaltem Motor gesellen sich die anteiligen Kosten für Anschaffung und Unterhalt des Autos. Die Fahrt zum Bäcker in zwei Kilometern Entfernung addiert sich so auf mehr als zwei Euro. 
  • Ein Brötchen kostet im Schnitt 30 Cent. Wer also seinen Mittelklasse-Wagen einmal stehen lässt, kann sich für das gesparte Geld sieben Brötchen kaufen. Kilometergeld, das nicht nur das Klima schont, sondern schmeckt. 

Noch mehr als Autos belastet der wachsende Flugverkehr unser Klima. Deshalb unser Tipp: Verzichten Sie möglichst auf Flugreisen. Wer nicht verzichten will, hat dennoch eine Möglichkeit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie können bei atmosfair in klimafreundliche Projekte investieren.  
     
 

 

 



Das NaturGut Ophoven bietet für Kinder und Erwachsene übers Jahr auch zahlreiche Kurse und Veranstaltungen an:

Zum Angebot gehören:

 

Wissenswertes und Informatives über das NaturGut:

 


Weitere Informationen finden Sie auf der Website des NaturGuts unter www.naturgut-ophoven.de.

Kontakt:

Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
Talstraße 4
51379 Leverkusen
Telefon: 02171- 73 499-0
Fax: 02171 - 30 94 4

 

Bildquelle: Förderverein NaturGut Ophoven