BE FAIR – BE FRIENDS

Street-Soccer-Turnier

„Be fair – be friends“ war der Titel des BDKJ-Street-Soccer-Turniers im Aachener Kapuzinerkarree. Am 27. Mai 2010 trafen sich dort Aachener Jugendgruppen, um gegeneinander fairen Fußball zu spielen. Hintergrund der Aktion ist die Ausstellung „Trikottausch“, die noch bis zum 4. Juni im benachbarten Cineplex-Kino in Aachen zu sehen ist. Hier wird kurz vor der Fußball-WM auf die schlechten Produktionsbedingungen bei Sportkleidung aufmerksam gemacht!

 

Fußball – aber fair!

Fußball – ein  Thema, das in Deutschland allgegenwärtig ist. Kurz vor Beginn der WM in Südafrika startete auch der BDKJ Diözesanverband Aachen eine Aktion zum Thema: Am Donnerstag, dem 27. Mai 2010 fand im Aachener Kapuzinerkarree ein street-soccer-Turnier unter dem Motto „be fair – be friends“ statt.
Mehrere Jugendgruppen kamen, um sich im Fußballspielen zu messen – im fairen Fußball-Spiel! Die vier Mannschaften kamen aber nicht nur, um zu gewinnen. Die beiden Teilnehmer Justin und Reda aus der OT St. Josef erzählten, dass sie vor allem gekommen seien, weil Fußball spielen immer Spaß mache!
Ein wichtiges Ziel der Veranstaltung war, die TeilnehmerInnen und PassantInnen auf fairtrade-Produkte aufmerksam zu machen. So konnten auch die Fußballer neben gepa-WM-Schokolade außerdem fair gehandelte Fußbälle und einen Besuch im gepa-Laden Aachen mit Schokoladenverkostung gewinnen! Gewonnen hat die Mannschaft OT St. Josef II! Glückwunsch!

Auch das Eine Welt Forum Aachen und Terre des Hommes stellten im Kapuzinerkarre ihre Stände auf. Hier konnte man sich vor allem über die Herstellungsbedingungen von Fußbällen und die Verletzung von Menschenrechten informieren.

Warum das ganze im Kapuzinerkarree stattfand? Im dortigen Cineplex-Kino gibt’s noch bis zum 4. Juni die Ausstellung „Trikottausch“ zu sehen. Hier werden die Besucher über die oft miserablen Zustände bei der (Sport-)bekleidungsherstellung aufgeklärt: Wenn zum Beispiel ein Paar Turnschuhe 100 Euro kosten, wie viel Lohn bekommt dann eine Turnschuh-Näherin dafür? Gerade mal 40 Cent! Von geregelten und fairen Arbeitszeiten können die ArbeiterInnen in den Entwicklungsländern oft nur träumen!
Die Wanderausstellung wurde vom entwicklungspolitischen Verein Vamos aus Münster erstellt. Zur Ausstellung gibt’s auch ein Quiz, das mit tollen Preisen lockt!
 
 

 

 

Veranstalter

Seit 2006 besteht eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen dem Eine Welt Forum Aachen e. V. und seinen Mitgliedsgruppen (terre des hommes, FIAN, Aachener Weltladen), der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen (Ev. Erwachsenenbildungswerk, Ev. Studierendengemeinde) und der Verbraucherzentrale in Aachen. Dieses Bündnis „FAIRhandel(n) in Aachen“ trägt die geplanten Veranstaltungen. Gemeinsames Ziel ist die Förderung des Fairen Handels, um menschwürdigere und gerechtere Produktionsbedingungen zu bewirken.

 

Zielgruppen

Das Bündnis versucht

  • UnternehmerInnen zu gewinnen, sich mit uns auf den Weg für die Einhaltung von Menschenrechten und fairen Produktions- und Handelsbedingungen machen.
  • VerbraucherInnen zu gewinnen, die ihre Kaufentscheidungen von Informationen über die Produktherstellung und die Arbeitsbedingungen abhängig machen und sich für faire und ökologisch produzierte Produkte entscheiden und in den Geschäften genau nach diesen Produkten fragen.
  • PolitikerInnen zu gewinnen, die dafür eintreten, dass bei Kaufentscheidungen durch die Kommune nicht nur der Preis, sondern auch die Einhaltung menschenrechtlicher und ökologischer Kriterien Voraussetzung sind.
  • weitere gesellschaftliche Kräfte wie die Kirchen und die Universität zu gewinnen, als „Großverbraucher“ ihre Verantwortung für die Eine Welt zu erkennen und wahrzunehmen.

 

Ziele

  • Erhöhung des Bekanntheitsgrades fair gehandelter Produkte und dadurch eine Stärkung von Angebot und Nachfrage, Förderung des Handels mit gesiegelten Fair-Produkten
  • Motivierung des Handels fair hergestellte Produkte in die Angebotspalette aufzunehmen und zu bewerben
  • Die Armutsbekämpfung soll als Querschnittsaufgabe der Bevölkerung verstanden werden. Jede Ebene, ob Verbraucher, Gewerbetreibender oder die lokale Politik soll ihre Verantwortung erkennen und konkrete Maßnamen für eine menschenwürdigere und faire Produktion ergreifen.
  • Information über die gesellschaftspolitische Bedeutung des Fairen Handels (Armutsbekämpfung)
  • Darstellung der kritischen Aspekte der Globalisierung an konkreten Beispielen, Veranschaulichung der Tatsache, dass jeder Mensch Teil des Systems ist und durch seine Lebensführung das Leben seiner Mitmenschen beeinflusst.
  • Erzeugung eines gesellschaftlichen Drucks auf Händler, verstärkt Produkte anzubieten, die ohne ausbeuterische Arbeit oder Kinderarbeit hergestellt wurden.
  • Stärkung der Denkbarkeit eines gesellschaftlichen Gegenentwurfes, besonders in Bezug auf die internalisierten Mythen der neoliberalen Weltwirtschaftsordnung.

Kontakt und weitere Informationen finden Sie unter http://fairhandeln.info.


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