Themen-Specials 2010: Afrika

Das Pauschalurteil vom verlorenen Kontinent ist überholt.
Afrika ist in vielerlei Hinsicht im Aufbruch.

Anlässlich der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft und der Vielzahl von Aktionen, Veranstaltungen und Projekten rund um den bunten Kontinent werden auf den folgenden Seiten einige themenbezogene Projekte und Informationen bereitgestellt. Die hier vorgestellten Beispiele aus Nordrhein-Westfalen tragen dazu bei, die Lebenssituation breiter Bevölkerungsschichten zu verbessern, und verdeutlichen das nachhaltige Engagement für diesen Kontinent. 

 

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Projekte:

 

Gelsenkirchens Energiebrücke nach Südafrika - SolarCup Aktion sorgt für prima Klima
Wenn der WM-Ball über das satte Grün des Mbombela-Stadions in der südafrikanischen Stadt Nelspruit rollte, dann kickte auch Gelsenkirchen mit, obwohl die gebürtigen Gelsenkirchener Manuel Neuer und Mesut Ösil hier gar nicht am Ball waren. Durch die Unterstützung des aGEnda 21-Fördervereins konnten rund 20.000 Euro nach Südafrika fließen. Die Spendenerlöse aus der Solarstadt Gelsenkirchen sorgen ab sofort in Nelspruit, Hauptstadt der nordrhein-westfälischen Partnerprovinz Mpumalanga, für Energie aus der Kraft der Sonne. Insgesamt 33 Solarpanels tragen ihren Teil zur Beleuchtung im Mbombela-Stadion bei. Rund fünf Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid werden so jährlich eingespart.   

 

Street-Soccer-Turnier: BE FAIR – BE FRIENDS
Fußball – ein  Thema, das in Deutschland allgegenwärtig ist. Kurz vor Beginn der WM in Südafrika startete auch der BDKJ Diözesanverband Aachen eine Aktion zum Thema: „Be fair – be friends“ war der Titel des BDKJ-Street-Soccer-Turniers im Aachener Kapuzinerkarree. Am 27. Mai 2010 trafen sich dort Aachener Jugendgruppen, um gegeneinander fairen Fußball zu spielen. Hintergrund der Aktion ist die Ausstellung „Trikottausch“, die noch bis zum 4. Juni im benachbarten Cineplex-Kino in Aachen zu sehen ist. Hier wird kurz vor der Fußball-WM auf die schlechten Produktionsbedingungen bei Sportkleidung aufmerksam gemacht!

 

UMEME KWA WOTE - Licht für alle
Das Ziel des Projektes ist es solarelektrisches Licht für jedes Haus im Dorf Kasaroza im Südwesten Ugandas verfügbar zu machen. Denn so werden keine laufenden Kosten verursacht – dafür sorgt die Sonne. 8 Stunden Sonne am Tag sorgen für über 12 Stunden Licht am Abend und in der Nacht – Licht auch für Bildung und Entwicklung. Die Menschen im Distrikt Rukinguri/Uganda sollen darüber hinaus in die Lage versetzt werden, künftig Solarsysteme selbständig zu konfigurieren, den Einkauf selbst vorzunehmen und schrittweise Ideen für weitere Anwendungsmöglichkeiten für regenerative Energien für ihrem Alltag zu entwickeln (dörfliche Elektrifizierung).  

 

Aktion „Schulen für Afrika“ - Ein Platz im Klassenzimmer für jedes Kind
Jedes Kind hat das Recht auf Bildung. Doch in den Ländern Afrikas südlich der Sahara geht bis heute etwa jedes dritte Kind nicht zur Schule. Viele Familien sind zu arm, um das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Besonders auf dem Land sind die Schulen oft überfüllt, schlecht ausgestattet oder einfach zu weit entfernt. Und es fehlt an qualifizierten Lehrern. Die Aids-Epidemie verschärft die Situation. UNICEF, die Nelson-Mandela-Stiftung und die Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts haben deshalb die Aktion „Schulen für Afrika“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Kinder in insgesamt elf afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung sicherzustellen. UNICEF unterstützt hier den Bau zusätzlicher Klassenzimmer, stellt Schulmaterial bereit und schult die Lehrer. Ziel ist es, dass alle Schulen „kinderfreundlich“ werden.

 

Der Verein AFRICA POSITIVE - Die Brücke zum bunten Kontinent
AFRICA POSITIVE ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der 1998 von Afrikanern und Deutschen in Dortmund gegründet wurde. Der Schwerpunkt der Arbeit des Vereins AFRICA POSITIVE e. V. ist das Bemühen, zum Abbau von Vorurteilen und Rassismus gegenüber afrikanischen Migranten beizutragen. Das friedliche Miteinander und die Integrationsprozesse sind für diese umso schwieriger zu bewältigen, je häufiger sie mit der Ablehnung durch die Gesellschaft konfrontiert werden.