Revida – HIV/ AIDS Prävention in Mosambik

Welthaus Bielefeld unterstützt Jugendliche Aktivistinnen und Aktivisten

REVIDA - Die Hoffung auf Leben erneuern – ist Organisationsname und Programm zugleich: Arbeitsschwerpunkt von REVIDA ist die Gesundheits- und Sexualaufklärung sowie Bewusstseinsbildung zur Prävention von AIDS – besonders mit Jugendlichen.

Diese Arbeit rettet Leben – in einem Land mit einer der höchsten Infektionsraten der Welt.


2009 plant Revida ein großes Projekt an fünf Schulen. Dabei setzt die Organisation auf die Jugendlichen selbst: 100 engagierte Schülerinnen und Schüler in Vororten Maputos werden zu ExpertInnen ausgebildet. Sie informieren Gleichaltrige über Risiken, Mythen, falsche Auffassungen, über korrekte Anwendung von Kondomen sowie über Möglichkeiten freiwilliger Aids-Tests und Therapieformen. Die Schülerinnen können zu Einzelgesprächen kommen und über Fragen zu Liebe und Sexualität, aber auch zu sexueller Gewalt reden oder darüber, wie es ist, AIDS- Kranke in der Familie zu haben und zu begleiten. Außerdem gehen die SchülerInnen in die Schulklassen und diskutieren, halten Vorträge oder zeigen Filme.

Dieses Projekt wurde bereits 2006 an einer Schule im Vorort Magoanine mit großem Erfolg und mit Unterstützung durch das Welthaus Bielefeld gestartet. Nun soll es an fünf weiteren Schulen eingerichtet werden.

Die Partnerschaft zwischen Welthaus Bielefeld und REVIDA besteht seit 2003. Momentan unterstützt das Welthaus Bielefeld das Projekt an Schulen durch Spenden und Gelder des BMZ.   

 

Die Jugendlichen in Maputo brauchen Unterstützung für:

  • Bau und Ausstattung von Beratungsstellen an fünf Schulen in Maputo
  • Ausbildung von 100 Schülerinnen und Schülern zu HIV/ AIDS- AufklärerInnen
  • Erstellung von Informationsmaterialien, Kauf von Kondomen


    Spenden Sie an Welthaus Bielefeld, Sparkasse Bielefeld, Kto.-Nr. 106 666, BLZ 48050161, Stichwort „Revida“!

 

Zur HIV/AIDS Problematik in Mosambik

In Bezug auf HIV/AIDS gibt es in Mosambik eigentlich nur zwei Arten von Menschen: die Infizierten und die Betroffenen. Kaum ein Haushalt im Land, der von den Auswirkungen der Krankheit AIDS verschont ist; Kranke gilt es zu pflegen, Verstorbene zu beerdigen, Waisenkinder zu betreuen und Ernährer zu ersetzen. Die Folgen müssen oft Kinder und Jugendliche tragen, die das langsame oder schnelle Sterben der Eltern unvorbereitet miterleben und dann als selbst noch Minderjährige für ihre jüngeren Geschwister sorgen und ihnen die Eltern ersetzen müssen. Überforderung, Traumatisierung und Schulabbruch sind die Ergebnisse. Langfristig kann nur die Verhinderung weiterer Infektionen diesen Trend stoppen.

AIDS ist eine unheilbare Krankheit und auch, wenn die Behandlungsmöglichkeiten mit antiretroviralen Kombinationspräparaten weltweit fortschreiten, hat die große Mehrheit der Menschen in armen Ländern wie Mosambik aus unterschiedlichen Gründen noch auf lange Zeit keine Chance auf Zugang zur Behandlung. Prävention ist deshalb die wichtigste Aufgabe, damit es gelingt die Anzahl der Neuinfizierungen, die laut mosambikanischem Gesundheitsministerium bei etwa 500 pro Tag liegt, zu senken. Die Arbeit mit Jugendlichen spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie in dieser Lebensphase mit dem Geschlechtsverkehr beginnen und ihr Sexualverhalten entwickeln.